„Raumklang” wörtlich genommen: sprechende Wände, musizierende Böden und klingende Decken. Was sich anhört wie eine Sammlung von Effekten aus einem Gruselfilm, soll bald angenehme Realität werden und sperrigen Lautsprecherboxen Konkurrenz machen. Gemeinsam mit Siemens und Bayer haben Ingenieure des Schaumstoff-Herstellers Puren aus Überlingen ein neuartiges Klangsystem entwickelt. Sein Kernstück ist ein sieben Millimeter dickes „Soundboard” – eine Art Brett aus aufgeschäumtem Kunststoff, das in Wände, Boden oder Decke eingelassen wird. Für den von Hifi-Anlagen gewohnten Rundumklang werden fünf Boards benötigt. Sie erzeugen Schallwellen, indem sie in Schwingung versetzt werden. Hinter den flachen Soundboards werden dazu Schallgeber angebracht, die ein Digitalprozessor mit Signalen versorgt. Der Sound hat einen doppelt so großen Abstrahlwinkel wie bei herkömmlichen Boxen. Der Klang ist dadurch nicht wie sonst auf einen kleinen Bereich konzentriert, sondern füllt satt den ganzen Raum aus.





