Experten der Vereinten Nationen sehen im Internet eine Chance, Entwicklungsländern endlich den Anschluß an die Weltwirtschaft zu ermöglichen – wäre da nicht die „digitale Kluft”: 1998 gab es in Luxemburg 70000 PC für 100000 Einwohner, im Niger waren es nur 20 PC. In Afrika haben nur 0,3 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet. Und Afrika ist mit weniger Websites im Internet vertreten als die Stadt New York.
Mit einem Internet-Zugang im örtlichen Gemeindezentrum könnten Bauern in Afrika dagegen verfolgen, wieviel ihre Produkte wert sind und ihren Anbau daraufhin planen. Deshalb will die UN-Expertengruppe den bislang nicht vernetzten Teil der Weltbevölkerung schon bis zum Jahr 2004 online bringen. Auf der Millennium-Versammlung der UN wurde außerdem das „Recht auf Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien” zu einem wichtigen Bestandteil der Menschenrechte erklärt.
Andreas Wawrzinek





