Kay Peter Jankrift, Historiker und Philologe, führt den Leser zwar auch in die Entwicklung der mittelalterlichen Medizin ein in ihre Theorien, Weltbilder und Praktiken. Sie hatte während des immerhin 1000 Jahre langen Mittelalters enorme Fortschritte gemacht. Doch Jankrift geht es vor allem darum zu vermitteln, was Krankheit damals für den Einzelnen bedeutete. Dabei schildert er hautnah den mittelalterlichen Alltag und die Einstellungen der Menschen. Dem Lauf des Lebens folgend, stellt das Buch die Krankheiten der verschiedenen Altersstufen vor, aber auch durch Gewalt hervorgerufene Verletzungen und die Reaktionen der Gesellschaft darauf.
Jankrift schöpft dabei aus einer Vielzahl von Quellen: Annalen, Chroniken und Heiligengeschichten, die er meisterhaft zum Sprechen bringt. Eine große Zahl von brillanten Abbildungen veranschaulichen den lebendig geschriebenen, detailreichen Text insgesamt ein glänzenden Beispiel von populärer Wissenschaft auf höchstem Niveau.
Michael Dallapiazza





