Auf den ersten Blick erschreckende Zahlen: Laut einer Hochrechnung des Robert Koch-Instituts gab es 2006 bei Männern über 80 Prozent mehr Krebsdiagnosen als 1980, bei Frauen waren es 35 Prozent mehr (linke Grafik). Doch dahinter steckt vor allem die veränderte Bevölkerungsstruktur: Das Risiko für eine Krebserkrankung steigt im Alter, und 2006 lebten deutlich mehr alte Menschen in Deutschland als 1980. Rechnet man den Altersfaktor heraus, findet man nur noch moderate Anstiege (rechts): bei Männern um 23 Prozent, bei Frauen um 15 Prozent. Zugenommen haben vor allem die Erkrankungen an Brust- und Prostatakrebs, Darmkrebs und Schwarzem Hautkrebs. Beruhigend ist: Der Anstieg scheint sich abzuschwächen – und die Sterberate (nicht dargestellt) sinkt.





