Gaia soll Ende 2012 mit einer Sojus- Rakete vom Weltraumbahnhof der ESA im südamerikanischen Kourou starten. Der zwei Tonnen schwere Satellit wird 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt stationiert. Zur Bestimmung der Distanzen und Bewegungen der Himmelsobjekte werden deren Winkel am Himmel vermessen – mit unerreichter Präzision. Gaias Genauigkeit entspricht dem Betrachtungswinkel, unter dem man von der Erde einen Golfball auf dem Mond sieht. Für solche Winkelmessungen peilt Gaia stets in zwei verschiedene Raumrichtungen. Im Lauf der Zeit werden die beiden Bordteleskope den gesamten Himmel erfassen. Gaia soll nicht nur bei der Suche nach Hyperschnellläufern helfen. Binnen fünf Jahren soll der Satellit auch rund eine Milliarde Himmelsobjekte vermessen. Fast alle Teildisziplinen der Astronomie werden von diesem umfassendem Katalog profitieren. Gaia gehört zu den Schwergewichten der europäischen Weltraumbehörde und kostet rund 600 Millionen Euro. Der Satellit wird bei EADS Astrium in Friedrichshafen und Toulouse gebaut.




