
Das Ergebnis der Forscher von 2017 lautet: Das Eis ist auf eine Größe von etwa 4,7 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahrzehnte fort, so die Forscher um Marcel Nicolaus vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven – das Meereis schrumpft. Zwar sei die vorhandene Eisfläche etwas größer als im vergangenen Jahr, doch im Durchschnitt liegt sie deutlich unter den Werten von 1979 bis 2006. “Wir befinden uns mit dem diesjährigen Wert weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. So ist die jeweils im September gemessene Meereisfläche in den vergangenen elf Jahren geringer gewesen als in allen Jahren davor”, sagt Nicolaus.

Meereisminimum im Jahresvergleich (Grafik: meereisportal.de)
Die Meereisfläche bestimmten Forscher von den Universitäten Bremen und Hamburg mithilfe von hochaufgelösten Mikrowellen-Satellitendaten, die eine genaue Analyse der täglichen Meereisdecke ermöglichen. Das ist auch für die Schifffahrt von Interesse. Schiffe könnten die Nordost-Passage ohne Eisbrecher befahren.
Foto: Esther Horvath/iLCP




