Das Röntgenobservatorium Chandra hat beim Roten Planeten weiche Röntgenstrahlung mit einer Energie zwischen 100 und 1000 Elektronen-Volt aufgespürt. Das ergab jetzt eine Auswertung von Konrad Dennerl am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Die energiereiche Strahlung kommt durch Röntgenstrahlung von der Sonne zustande, die Kohlenstoff- und Sauerstoff-Atome in der Mars-Atmosphäre zum Leuchten anregt. Diese Röntgenfluoreszenz entsteht in rund 80 Kilometer Höhe. Sie ist allerdings so schwach, dass das Röntgenobservatorium während seiner neunstündigen Beobachtung nur etwa 300 Photonen davon erhaschen konnte.
Hans Groth




