Bei seinen Ausgrabungen begegnen ihm neben Mumien und Skeletten auch hin und wieder Schlangen. Das komme eben vor in Ägypten, meint Manfred Bietak, der einen Großteil seines Lebens mit dem Schürfen nach historischen Schätzen verbracht hat. Die erste große Ausgrabung des heute 70-jährigen Emeritus führte ihn mit Anfang 20 zu den nubischen Altertümern in Sayala. Bei einer Unesco-Rettungsaktion sollten die Denkmäler vor Überflutung geschützt werden. Der gebürtige Wiener beendete 1963 sein Archäologiestudium und promovierte bereits im folgenden Jahr. Bis 1981 übernahm er das Amt des wissenschaftlichen Sekretärs der Kultursektion der österreichischen Botschaft und leitete bis vor Kurzem das Österreichische Archäologische Institut in Kairo. Zu seinen bedeutendsten Funden gehört der Palast aus der Tuthmosiden-Zeit sowie die Ramses-Residenz Pi-Ramesse im Nildelta – und aktuell eben der Hyksos-Palast.




