Der Champion Zum zweitenmal innerhalb weniger Monate kann ich Ihnen meinen Kollegen Thorwald Ewe als Träger eines erstrangigen Journalistenpreises präsentieren. Nach dem Karl-Theodor-Vogel-Preis erhielt er am 9. November den „Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschafts-Journalismus”. Der Jury gefiel, wie Ewe komplizierte Themen aus Technik und Medizin lesernah aufbereitet. Ewe wurde in diesen Tagen gerade mal 50, hat also noch Zeit genug, um für bild der wissenschaft weitere Preise einzufahren. Seine ausgezeichneten Beiträge finden Sie unter „wissenschaft.de” im Internet.
Die Junioren Deutschland gehen die Nachwuchsforscher aus, sagen Physiker, Chemiker und Ingenieure. Die Zahl der Doktoranden – etwa in der Physik – liegt gegenwärtig bereits bei knappen 1700. In wenigen Jahren könnten es nur noch 500 sein, befüchtet die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Gründe für diesen Rückgang gibt es genug: öder Unterricht, ein schwieriges Studium, Irritationen durch die widersprüchlichen Einstellungspraktiken der Industrie. Auch die Wertigkeit hat sich verändert. Andere Berufsgruppen haben inzwischen mehr Image. Überdies gibt es für Nichtnaturwissenschaftler mehr Chancen, an ein Supergehalt, verbunden mit hohem Ansehen, zu kommen als vor Jahren – etwa in der New Economy. Naturwissenschaftler und Ingenieure müssen sich anstrengen, wenn sie nicht ausdorren wollen. Anstrengen heißt auch, die Berufe attraktiv zu machen. bild der wissenschaft beteiligt sich an diesem Neuaufbau. Zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich veranstalten wir ein Jugend-Camp. Vier Wissenschaftler-Teams nehmen sich eine Woche lang Zeit, um 13- bis 17jährigen zu zeigen, wie fazinierend Forschung sein kann. Mehr ab Seite 88.
Wolfgang Hess / Thorwald Ewe





