Statistisch hängt die Lebenserwartung auch von der Religionszugehörigkeit ab. Dies geht aus den Daten der Health and Retirement Study hervor. Die Studie verfolgt seit 1992 das Schicksal von 18 000 US-Amerikanern. Seither sind mehr als 4000 davon gestorben. Hochgerechnet fällt die Zahl der verbleibenden Lebensjahre ganz unterschiedlich aus. Das hängt aber nicht von der religiösen Einstellung selbst ab, sondern von der sozialen Einbindung – eifrige Kirchgänger sind sozial häufig besser integriert. Einer der Hauptfaktoren ist der Familienstatus. Wer geschieden oder getrennt lebt, dessen jährliches Sterberisiko erhöht sich um 60 Prozent, bei nie Verheirateten um 45 Prozent. Nichtreligiöse sind etwa 50 Prozent wahrscheinlicher geschieden, getrennt oder unverheiratet – und das erklärt den Großteil der unterschiedlichen Lebenserwartung, wie Allison Sullivan vom Population Studies Center der University of Pennsylvania herausgefunden hat.




