Herzlichen Dank dafür, dass endlich einmal zusammenfassend zu diesen Themen etwas ausgesagt wird, was bisher nur in Fachzeitschriften und Sachbüchern nachzulesen war und dann auch noch im für Laien unverständlichen Mediziner-Latein.
Wenn eine Möchtegern-Mutter ein Kind nicht normal austragen kann, dann hat das gute Gründe, die jeder akzeptieren sollte. Ein Frühchen ist häufig das Leben lang anfällig für Krankheiten. Das gilt auch für alle anderen Basteleien wie PID und PND. Ein Ethiker hat bei einem Vortrag im Katholischen Bildungswerk dazu gesagt: Wenn es nur klappen wird, wenn wir der Natur nachhelfen, dann sollten die Paare auf Nachwuchs verzichten – oder ein Kind adoptieren.
Mit dem Ende ist es noch schlimmer. Jedes Tier wird bei gebrochener Wirbelsäule erschossen. Nur wenn Menschen von ihrem Leiden – ALS, COPS oder der Bergmann mit Steinstaub-Lunge – im letzten Stadium erlöst werden wollen, dann klettert die Kirche unbarmherzig auf sämtliche Bäume der Entrüstung und verteidigt das göttliche Leben.
Wolfgang Günther, per E-Mail
Denisova-Mensch
Titelgeschichte Heft 5/2012
Das Mosaik vervollständigt sich um ein paar Steinchen. Bestimmte Fragen werden aber wohl immer offen bleiben, wenngleich die Erkenntnisse um die Denisova-Menschen in verblüffender Weise unser Geschichtsbild bereichert haben. Zum Beispiel: Welchen Anteil hatten unsere Vorfahren am Niedergang der Neandertaler?
Der bloße Gedanke daran sandte bei mir schon immer, wie wir in Amerika sagen, „chilling waves down my backbone”. Die Neandertaler könnten schlicht verdrängt und nach und nach ihrer Jagdgründe beraubt – vielleicht auch in einer Art vorgeschichtlichem Rassismus regelrecht bekämpft – worden sein. Noch gruseliger wäre: Könnte es zu einer Art „suicide of a species” gekommen sein, weil die Neugeborenen kannibalisiert wurden?
Hermann-Josef Kromer, Lake Worth/Florida und Bad Urach
Verräterische Fingerlänge
bdw-Nachrichten Heft 5/2012
In dem Artikel muss es offenbar um die ersten zwölf Schwangerschaftswochen gehen. Die „ersten zwölf Schwangerschaftsmonate” sind beim Menschen wohl ausgeschlossen – schließlich ist der Mensch kein Elefant …
Sibylle Scholz, per E-Mail
So ist es! Wir bitten um Entschuldigung. Die Redaktion
Klimawandel: Schluss mit den Vorwürfen
Standpunkt Heft 4/2012
Im Aprilheft haben Sie die neue Rubrik „Standpunkt” angekündigt und realisiert. In Ergänzung zu Prof. Beutelspachers „ Hackfleisch-Punkten” im selben Heft möchte ich den Punkt definieren als ein Nichts, das nur durch Koordinaten im Raum festgelegt ist, als einen „Kreis mit dem Radius Null”. Ein Standpunkt ist ebenfalls unerschütterlich, ein „Gesichtskreis mit dem Radius Null”. Mir wären daher Meinungen in Ihren Kommentaren lieber als Standpunkte. Der Standpunkt von Frank Böttcher ist mir als Meinung willkommen.
Rainer Wendeborn, per E-Mail
Glückliche Künstler
bdw-Nachrichten Heft 6/2012
Wie schrieb so treffend Hölderlin 1799 in seinem Briefroman „ Hyperion”:
„Ein jeder treibt das Seine, wirst du sagen, und ich sag’ es auch! Nur muss er es mit ganzer Seele treiben, muss nicht jede Kraft in sich ersticken, wenn sie nicht gerade sich zu seinem Titel passt, muss nicht mit dieser kargen Angst – buchstäblich heuchlerisch – das, was er soll, nur sein, mit Ernst, mit Liebe muss er das sein, was er ist; so lebt ein Geist in seinem Thun, und ist er in ein Fach gedrückt, wo gar der Geist nicht leben darf, so stoß’ er’s mit Verachtung weg und lerne pflügen!”
Künstler findet man nicht nur als Maler, Musiker oder Schauspieler. Vielmehr verstehe ich das Ergebnis der genannten Studie eher als Aufforderung, „wie ein Künstler” zu handeln. Die Einkommenseinbußen stellen sich dann auch in allen anderen Berufen von allein ein!
Für die Ausübung der „Kunst”, jetzt Studenten zu unterrichten, musste ich auf etwa 50 Prozent meines vorherigen Gehalts in der Industrie verzichten. Man muss diese Berufung schon leidenschaftlich und als Kunst verstehen, um dabei noch Glück zu empfinden!
Prof. Dr. Karsten Löhr, per E-Mail
Schwarze Venus
Heft 6/2012
Hier ist davon die Rede, dass es alle 122 Jahre ein Paar Venus-Transits gibt, mit 8 Jahren Abstand zwischen den Mitgliedern des Paares. Gemeint ist, dass es zwischen dem zweiten Transit eines Paares und dem ersten vom nächsten Paar 122 Jahre Abstand gibt. Eigentlich wechselt der lange Abstand zwischen 105,5 und 121,5 Jahren. Dies erklärt, warum der nächste 2117 sein wird. Im Text steht jedoch: „Dies geschieht erst nach 122 Jahren: Die nächste Passage wird sich am 11. Dezember 2117 ereignen”, was in sich widersprüchlich ist.
Phillip Helbig, per E-Mail
In der Tat war meine Formulierung nicht richtig. Der Abstand zwischen zwei Transits innerhalb eines Paares beträgt immer 8 Jahre, aber der Abstand zwischen dem jeweils ersten (beziehungsweise zweiten) Transit von zwei aufeinander folgenden Paaren beträgt alternierend 113,5 beziehungsweise 129,5 Jahre. Das nächste Paar ereignet sich 2117 und 2125, hiervon trennt uns also ein Abstand von 113,5 Jahren. Thomas Bührke, Autor des Beitrags




