Ein Unfall auf der Autobahn: Bei dichtem Schneegestöber sind mehrere Wagen kollidiert. Sofort hat sich der Rettungshubschrauber auf den Weg gemacht. Kurz darauf setzt die Maschine direkt neben der Unfallstelle auf – trotz des Schneesturms und der lausigen Sicht. Ein automatisches Landesystem hat sie sicher zum Boden geleitet. Noch ist das eine Vision. Doch die Forscher des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik in Braunschweig arbeiten an den technischen Voraussetzungen dafür, dass Hubschrauber künftig bei schlechtem Wetter fast überall landen können.
Dass Passagierjets bei schlechter Sicht sicher aufsetzen, ist einem ausgefeilten Instrumentenlandesystem zu verdanken, bei dem Leitstrahlen vom Boden den Flieger nach unten führen. Anders bei Helikoptern: „Sie müssen überall landen können”, sagt Institutsleiter Stefan Levedag. „Doch auf Dächern, Autobahnen oder Äckern gibt es kein Instrumentensystem, das den Helikopter mit Leitstrahlen unterstützt.” Zudem stehen oft Häuser, Bäume oder Autos im Weg, und manchmal ist der Boden wellig.
Für eine automatische Einparkhilfe braucht der Helikopter diverse Sensoren. „Wir nutzen Radar-, Laser- und Infrarotsensoren, die sich gegenseitig ergänzen”, sagt Levedag. „ Eine Software steuert den Hubschrauber mit deren Hilfe sicher zum Boden.” Erproben können die DLR-Experten das neue System auf dem „ Fliegenden Hubschraubersimulator” FHS – einem eigens spezifizierten Serienmodell zum Testen von neuen Technologien (Foto).




