Die Nürnberger Hobbyalpinisten Helmut und Erika Simon entdeckten bei ihrem Abstieg aus den Ötztaler Alpen an der Grenze zwischen Österreich und Italien eine Leiche, die aus dem Eis ragte. Sie vermuteten zunächst, einen verunglückten Bergsteiger gefunden zu haben. Erst später stellte sich heraus, dass die Mumie über 5300 Jahre im Gletscher verborgen lag, bis der heiße Sommer 1991 das Eis schmelzen ließ und Ötzi freigab. Bis heute ist er die einzige durch Eis konservierte Leiche aus der Kupfersteinzeit.
1970 beschrieben die späteren Nobelpreisträger Howard Temin und David Baltimore unabhängig voneinander das Enzym Reverse Transkriptase: Es wandelt die Nukleinsäure RNA in die Erbinformation DNA um und wirkt so entgegengesetzt zum klassischen Polymeraseweg. Ihre Erkenntnis stellte die gängige Lehrmeinung auf den Kopf.




