Wie schön wäre die Welt, wenn jeder die Rechte des anderen respektieren würde – doch leider ist das bekanntlich nicht der Fall: Kriminalität in ihren vielen Erscheinungsformen bildet eine hartnäckige Schattenseite der menschlichen Gesellschaft. Justiz und Polizei sind dafür zuständig, Verbrechen aufzudecken, zu bestrafen und zu verhindern. Daneben soll aber auch Forschung zur Entwicklung von Strategien beitragen, um sich der Kriminalität entgegenzustemmen. Grundlegend wichtig sind dabei Informationen über Ausmaß und Entwicklung bestimmter Kriminalitätsformen sowie zu ihren soziodemografischen Hintergründen. Mit diesem Thema befasst sich der erste Artikel des dreiteiligen Titelthemas „Verbrechen auf der Spur“.
Kriminalstatistiken und ihre Wurzeln im Blick
Darin gibt die bdw-Autorin Manuela Rassaus einen Überblick über das kriminelle Treiben in Deutschland. Sie beleuchtet die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, wer welche Straftaten in unserem Land begeht und warum. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen. Wie die Autorin berichtet, fühlen sich Umfragen zufolge viele Menschen in unserem Land von Verbrechen bedroht und haben oft das Gefühl, dass Kriminalität zunimmt. Dies scheint jedoch nicht den Fakten zu entsprechen: Den Statistiken zufolge leben wir in einem vergleichsweise sicheren Land und in den letzten Jahren gingen die Straftaten sogar zurück. Allerdings gibt es ein Dunkelfeld nicht erfasster Straftaten, dessen Ausmaß unklar bleibt, geht aus dem Artikel hervor.
Anschließend liefert die bdw-Autorin Daniela Wakonigg Einblicke in die Ermittlungen an Tatorten und die raffinierten Techniken, die dabei zum Einsatz kommen. Im Fokus steht dabei, wie die immer feineren DNA-Analyse-Verfahren helfen, Täter zu identifizieren. Wakonigg beschreibt, wie genau und vorsichtig Molekulargenetiker beim Erstellen von Profilen vorgehen müssen. Wenn dies glückt, spiegeln sich allerdings erstaunlich detaillierte Informationen im Erbgut eines möglichen Verbrechers wider: Neben einigen Körpermerkmalen können sich Hinweise auf die biogeografische Herkunft und auch das Alter ergeben.
Kritischer Blick auf eine TV-Produktion
Im Artikel „… und – Schnitt!“ geht es dann um die mediale Umsetzung der Techniken der Rechtsmedizin: Im Auftrag von bdw hat sich der Autor Rolf Heßbrügge verschiedene Folgen der ARD-Fernsehreihe Tatort „Team Münster“ angeschaut. Die Frage war dabei: Wie realitätsgetreu wird die Arbeit der porträtierten Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne und Silke Haller dargestellt? Dazu hat sich der Autor Rat bei dem realen Rechtsmediziner Maximilian Hagen eingeholt. Außerdem hat sich Heßbrügge über die Konzeption der TV-Produktion informiert. Sein „Gutachten“ fällt recht positiv aus – es gibt aber auch ein paar Abstriche.





