Schichtarbeit fördert nicht nur Schlafprobleme, sondern erhöht gemäß einer Untersuchung von Arbeitsmedizinern der Universität Köln auch das Risiko für Krebserkrankungen, wenn auch nur geringfügig. Die Analyse einschlägiger Studien ergab je nach Krebsart eine Steigerung um etwa 40 bis 70 Prozent. Zum Vergleich: Raucher haben ein um 1000 bis 2000 Prozent erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Als Ursache vermuten die Forscher eine veränderte Hormonproduktion. Vor allem das während der Dunkelphase ausgeschüttete Melatonin könnte eine Rolle spielen. Als Konsequenz fordern sie deutlich mehr Licht während der Schichtarbeit. Denn nur dann könnten die durch Licht gesteuerten Schwankungen im Hormonhaushalt ihrem natürlichen Rhythmus folgen.





