Bei zwei von fünf Patienten machen nach einer Krampfader-Operation die krankhaften Gefäße erneut Probleme. Das liegt an Fehlern der Chirurgen, bemerkten Gefäßspezialisten der Universität Bochum, als sie Patienten ein zweites Mal operierten. Dabei untersuchten sie, warum der erste Eingriff fehlgeschlagen war. Bei 64 Prozent der Patienten fanden sie eindeutig Reste alter Venen, die zwangsläufig zur erneuten Ausbildung von Krampfadern führen. Die Bochumer Experten raten Krampfader-Patienten dringend, sich in die Hände geschulter Fachärzte (Gefäßchirurgen, Phlebologen) zu begeben. Eine dänische Studie hat gezeigt, dass diese Ärzte zwar auch eine Fehlerrate von 14 Prozent haben. In unspezialisierten Kliniken und Praxen liegt sie aber bei 42 Prozent.
Thomas Willke




