2008 lebten 65-jährige Männer mit einer hohen Rente (65 Rentenpunkte und mehr) im Schnitt noch 20 Jahre, ihre Altersgenossen mit einer niedrigen Rente (30 bis 39 Rentenpunkte) dagegen nur noch knapp 15 Jahre. Das zeigt eine Studie unter Federführung von Vladimir Shkolnikov und Domantas Jasilionis vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Innerhalb der beiden Einkommensgruppen gleicht sich die Lebenserwartung in West- und Ostdeutschland zwar seit Mitte der 1990er-Jahre an, gleichzeitig klafft jedoch die Schere zwischen armen und reichen Rentnern immer weiter auseinander. 1995 lebten Bezieher hoher Renten gut 3 Jahre (West) beziehungsweise 3,5 Jahre (Ost) länger als diejenigen, die niedrige Renten bekamen. 2008 war der Unterschied der beiden Gruppen auf 4,8 Jahre im Westen und 5,6 Jahre im Osten gestiegen.





