Seit 1953 stellt die Zollern-Gruppe Feinguss-Teile nach dem Wachsausschmelzverfahren her. Es ist das älteste Gießverfahren und seit der Bronzezeit bekannt. Früher diente es dazu, Schmuck und Pfeilspitzen zu gießen, seit den Vierzigerjahren werden beispielsweise auch Turbinenschaufeln für Flugzeugmotoren damit hergestellt. Die Technologie gehört zu den kompliziertesten Gießverfahren, aber sie bietet sehr freie Gestaltungsmöglichkeiten, eine breite Werkstoffpalette, gute Oberflächeneigenschaften und enge Toleranzen. Bei Zollern wird sie stetig weiterentwickelt und in drei Verfahren eingesetzt: beim Statischen Gießen, beim Aluminiumguss im Niederdruckverfahren und beim Gießen unter Vakuum. Gerade bei diesem Verfahren punktet das Unternehmen aus Laucherthal mächtig. Der Schmelz- und Gießprozess erfolgt im Vakuum. Die Anlagen bestehen meist aus zwei Kammern, wobei die Schmelzkammer über der Gießkammer liegt. Der Vorteil ist, dass die Schmelze nicht mit dem Luftsauerstoff in Berührung kommt. Dadurch lassen sich Legierungen gießen, die Titan und Aluminium enthalten, was beides leicht mit Sauerstoff reagiert. Auch Gussteile mit sehr dünnen Wandstärken können die Experten bei Zollern mit diesem Verfahren fertigen.




