Sportliche Einlagen gehören dazu, wenn der Forschungsleiter vom Heidelberger Bethanien-Krankenhaus über Stürze bei älteren Menschen spricht. „So wirft Sie nichts um!”, erklärt er beispielsweise und stellt sich breitbeinig und aufrecht mitten in den Raum. Täglich fährt der 55-Jährige bei gutem Wetter 14 Kilometer mit dem Rad zum Geriatrischen Zentrum der Universitätsklinik Heidelberg. In den 1980er-Jahren studierte Klaus Hauer Sport und Biologie auf Lehramt an der Universität Heidelberg. Doch der Einstellungsstopp durchschnitt seine Pläne. So entschloss er sich, seinem Faible für Medizin nachzugehen. Er promovierte in der Kardiologie. Danach wechselte er in die Alternsforschung und habilitierte sich über die Ursachen der Gebrechlichkeit und wie dieser Tücke des Alters vorgebeugt werden kann. Bundesweit ist er bis heute der einzige Sportwissenschaftler, der die geriatrische Forschungsabteilung einer Klinik leitet. Sein Mantra: Sport ist ein wichtiger Alternsschutz für die Silbergeneration und ein bedeutsames Therapeutikum.




