Die Furcht vieler Ärzte vor all- zu gesprächigen – und damit zeitraubenden – Patienten scheint unbegründet zu sein. Mediziner aus dem israelischen Haifa haben insgesamt 235 Gespräche aufgezeichnet, in denen Patienten den Ärzten ihre Krankengeschichte schilderten. Am ersten Tag durfte der Arzt die Kranken unterbrechen. Im Durchschnitt dauerten die Monologe der Patienten dann 26 Sekunden, bevor der Therapeut das Wort ergriff. Am zweiten Tag durften die Patienten ausreden. Doch auch hier stoppte ihr Redefluss im Schnitt nach 28 Sekunden. Beobachtungen in anderen Ländern ergaben ähnlich kurze Statements: US-Amerikaner benötigen 23 Sekunden und Slowenen 28 Sekunden, um dem Arzt ihre Leiden zu erklären.




