Den erhofften Durchbruch beim Einkaufen im Internet gibt es noch nicht. Zwar sieht mit 75 Prozent eine Mehrzahl der Befragten bei einer US-amerikanischen Studie im Internet trotz gegenwärtiger Krisen einen Motor für das wirtschaftliche Wachstum, aber nur 14 Prozent halten es in erster Linie für einen Marktplatz. Eine weltweite Untersuchung in 14 Nationen zeigte denn auch eklatante Missstände auf, die das Shoppen im Netz unattraktiv machen. So kam es bei mehr als einem Drittel der Bestellungen zu verspäteten Lieferungen, und bei 6 Prozent traf die bestellte Ware überhaupt nicht ein. Problematisch wird es auch, wenn man die bestellte Ware zurücksenden will. In fast jedem zehnten Fall warten die Tester noch heute auf die Rückerstattung des Kaufpreises. Der Service der Online-Kaufhäuser ist in den USA dabei deutlich besser als in Europa. Das mangelnde Vertrauen der Kunden in die Web-Shopping Angebote wird auch durch eine Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Fittkau & Maass belegt. Demnach nimmt das Interesse der Internet-Nutzer am Online-Einkauf erstmals seit Bestehen des Webs ab.
Ralf Butscher





