In Deutschland erleiden jährlich mehr als 150 000 Menschen einen Schlaganfall, rund 40 Prozent sterben innerhalb eines Jahres daran. Damit sind Schlaganfälle nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache. Um so erstaunlicher ist das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der Berliner Charité um Stefan Willich und Arno Villringer. Sie hatten rund 28 000 repräsentativ ausgewählte Menschen im Alter von über 50 Jahren nach ihrer Kenntnis von Risikofaktoren für Schlaganfälle befragt. Fast ein Drittel der Studienteilnehmer kannte keinen einzigen Risikofaktor, nur 13 Prozent konnten vier Faktoren nennen. Dabei waren Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht diejenigen Risikofaktoren, die am häufigsten erwähnt wurden. Weniger bekannt waren Herzerkrankungen und Diabetes. „ Unsere Studie macht deutlich”, sagt Willich, „dass es bei Schlaganfällen immer noch einen deutlichen Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung gibt.”




