Beunruhigend viele Jugendliche leiden an einer sozialen Phobie. Das besagt eine Studie von Forschern der Universität Frankfurt am Main. Die Psychologen um Lena Krebs hatten für ihre Untersuchung mehr als 600 Schüler befragt. Bei 13 Prozent fanden sie Hinweise auf die psychische Störung. In ländlichen Gebieten ist die Zahl mit 10,6 Prozent etwas geringer als in städtischen Regionen, wo sie bei 17 Prozent liegt. Betroffen sind etwa gleich viele Mädchen wie Jungen.
Die sozialen Phobien der Heranwachsenden äußern sich vor allem in einer übertriebenen Angst vor der Begegnung mit unbekannten Menschen und vor Leistungsanforderungen. Daher vermeiden diese Jugendlichen entsprechende Situationen. Oft brechen sie vorzeitig die Schule ab, und zwar unabhängig von der Schulform.
Als nächstes wollen die Wissenschaftler neue Therapieverfahren erproben. Dafür suchen Krebs und ihr Team noch Studienteilnehmer, die zwischen 14 und 20 Jahre alt sind und an sozialen Ängsten leiden: krebs@psych.uni-frankfurt.de





