Junge Deutsche sind nach einer Studie der Technischen Universität Dresden relativ schlecht über aktuelle Ereignisse informiert. Kommunikationswissenschaftler um Wolfgang Donsbach hatten je 600 Jugendliche (14 bis 17 Jahre), junge Erwachsene (18 bis 29 Jahre) und Erwachsene (ab 30) befragt. Dabei ging es um das Interesse, sich über die zwei wichtigsten Meldungen des Vortags zu informieren. Es zeigte sich, dass nur 7 Prozent der Jugendlichen und 19 Prozent der jungen Erwachsenen mehr über die beiden wichtigsten News des Tages wissen wollten – bei den über 30-Jährigen waren es immerhin 26 Prozent (siehe Grafik rechts). Befragt nach nur einer der beiden Meldungen war das prozentuale Interesse in allen Altersgruppen größer.
Überraschend war ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Die primäre Informationsquelle für Aktuelles ist für alle Altersgruppen das Fernsehen. Das Internet spielt nur eine untergeordnete Rolle. Um die Informationen im Netz zu vertiefen, greifen die Nutzer meist auf die Seiten professioneller Anbieter zurück. Soziale Netzwerken oder Blogs haben keine große Bedeutung.





