Die Mitte der Milchstraße ist ein turbulenter Ort – mit wirbelnden Sternen, massereichen Gaswolken und einem gewaltigen Schwarzen Loch. Nun haben Forscher um Solange Ramirez drei junge Sterne entdeckt. „Das war wie die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen”, sagt die Astronomin vom California Institute of Technology in Pasadena. Aus einem Katalog mit einer Million Sternen haben die Wissenschaftler gut 100 Kandidaten mit dem Spitzer-Infrarotsatelliten genauer ins Visier genommen. Drei von ihnen zeigten die spektralen Eigenschaften von jungen Sternen, die noch von warmem und dichtem ionisierten Gas umgeben sind. Ihr Alter wird auf nur eine Million Jahre geschätzt. Zum Vergleich: Die Sonne ist 4,6 Milliarden Jahre alt.
Dass im Galaktischen Zentrum noch immer neue Sterne entstehen, obwohl dieser wenige 100 Lichtjahre große Bereich der Milchstraße sehr alt ist, haben bereits frühere Beobachtungen von relativ jungen Sternhaufen vermuten lassen. „Nun verstehen wir besser, wie sich die Sterne in dieser Umgebung gebildet haben”, sagt Ramirez’ Kollege Deokkeun An, der ebenfalls am Caltech forscht.




