Der Münchner Archäozoologe ist einer der seltenen Vertreter seiner Art in Deutschland. Nur in Berlin, Kiel und Tübingen gibt es noch jeweils einen Professor dieses Fachs. Umso mehr hat der gebürtige Belgier (Jahrgang 1958) zu tun: An zwölf archäologischen Plätzen ist er derzeit aktiv. Er gräbt nicht selbst, sondern wertet ausgegrabene Tierreste aus. Seit rund 20 Jahren arbeitet Joris Peters mit Klaus Schmidt, dem Ausgräber von Göbekli Tepe, in der Türkei zusammen. In Namibia pirschte er sich zu Forschungszwecken zusammen mit einigen Buschmännern an ein – anscheinend gesättigtes – Löwenrudel heran. Zu Hause hütet der Veterinärmediziner und Naturwissenschaftler eine der bedeutendsten Knochensammlungen Deutschlands. Er will auch späteren Forschergenerationen die Möglichkeit erhalten, mit neuen Methoden Überraschendes aus den Knochenstücken zu holen.




