Um in Stuttgart ein Glas Joghurt herzustellen, sind Transporte über Tausende von Kilometern nötig — Erdbeeren aus Polen, Joghurtkulturen aus Norddeutschland, Leim aus Holland. Das zeigte die 1992 am Wuppertal Institut veröffentlichte Arbeit von Stefanie Böge, die Institut und Autorin durch die bis dahin einzigartige Transportuntersuchung in die Medien katapultierte. In der Summe aller Zulieferanten brachte es ein im Regal angebotener Joghurt im 150 Gramm-Glas auf eine Transportstrecke von 9115 Kilometern. Böge offenbarte auch, dass es pro Joghurt-Gläschen eine darauf nicht deklarierte Zutat gab: Den Verbrauch von sechs Kubikzentimetern Diesel – allein für den Transport.




