Ärzte leiden offensichtlich vor allem an den Krankheiten, die sie selbst gut kennen. Das ergab eine Umfrage auf zwei großen deutschen Kongressen für Anästhesisten und Psychiater. Von Letzteren gaben fast 42 Prozent an, sie hätten bereits eine Depression durchgemacht. Unter den Anästhesisten waren es halb so viele. Die Unterschiede spiegeln sich auch in der Medikamentenwahl wider: Zum Zeitpunkt des Kongresses nahmen unter den Psychiatern doppelt so viele Antidepressiva ein wie unter den Anästhesisten. Diese bevorzugten Schmerzmittel: Fast jeder 10. war auf sie angewiesen, dagegen nur jeder 15. Psychiater. Gemeinsamkeiten gab es jedoch beim übermäßigen Alkoholkonsum: In beiden Facharztgruppen lag er bei 13 Prozent.





