Der französische Naturforscher (1744 bis 1829) war ein bedeutender Biologe. Er ordnete die Systematik der Wirbellosen und war der Erste, der 1809 – exakt 50 Jahre vor Charles Darwin – ein Evolutionsmodell entwarf. Diese heute abwegig erscheinende „ Transformationstheorie” besagt, dass sich alle Lebewesen auf einer „Stufenleiter” fortentwickeln und immer komplexere Erscheinungsbilder annehmen. Der Mensch ist demnach die älteste, am weitesten entwickelte Lebensform, der Wurm eine der jüngsten. Heute versteht man unter Lamarckismus vor allem die Idee, dass Lebewesen erworbene Eigenschaften vererben können – etwa die Giraffe ihren langen Hals, den sie dem ständigen Recken nach Baumwipfeln verdanke. Diese Idee war zwar nur ein Randaspekt von Lamarcks Theorie, doch neue Erkenntnisse der Epigenetik sprechen dafür, dass an ihr etwas dran ist.




