Je nachdem, aus welchen Lagerstätten Erdgas stammt, enthält es weniger oder mehr Energie. Unterschieden wird vor allem zwischen H- und L-Gas. Ersteres ist aufgrund der Lagerstättenentwicklung energieintensiver (Heizwert 10 bis 11,1 Kilowattstunden je Kubikmeter). Russland liefert beispielsweise H-Gas. L-Gas (Heizwert 8,2 bis 8,9 Kilowattstunden je Kubikmeter) wird in den Niederlanden und in der Nordsee gewonnen. Je nachdem, woher die Gasversorger ihren Rohstoff beziehen, beliefern sie auch die Tankstellen entweder mit H- oder mit L-Gas. Die unterschiedlichen Energieinhalte der beiden Typen bedingen einen unterschiedlichen Preis. Mit einem Kilogramm H-Gas kommt man im Schnitt 15 Prozent weiter als mit der gleichen Menge L-Gas. Für die Hersteller von optimierten Erdgas-Motoren ist das eine zusätzliche Herausforderung. Denn Verbrennungsprozesse in den Zylindern und Abstimmungen – etwa im Motormanagement – müssen nicht nur von Benzin auf Erdgas optimiert werden, sondern auch auf das Optimum zwischen H- und L-Gas-Einspritzung.




