Gegenüber Tafel und Kreide haben Tablet-PCs wie der iPad von Apple im Klassenzimmer große Vorteile: Die Schulbücher lassen sich darauf speichern, und man kann die Lerninhalte durch Videos oder 3D-Animationen vertiefen. Im Fremdsprachenunterricht ist es möglich, Radio- oder TV-Sendungen in Originalsprache zu verfolgen. Außerdem lassen sich die kleinen Alleskönner für die Gruppenarbeit vernetzen.
Jetzt haben Erziehungswissenschaftler der Universität Mannheim untersucht, wie Tablet-PCs im Unterricht bei Schülern und Lehrern ankommen. Dazu begleitete das Team um Dirk Ifenthaler den Modellversuch von drei Mannheimer Schulen seit Dezember 2011. „ Die Akzeptanz der Anwender”, sagt Ifenthaler, „ist der entscheidende Faktor bei der Einführung einer neuen Technologie.”
Die ersten Ergebnisse der Studie sind ermutigend. Die Lehrer sind an den vielfältigen Möglichkeiten der Tablet-PCs stark interessiert, und bei den Schülern ist die Lernmotivation gestiegen. Dabei hilft, dass die Schüler die Technik bereits kennen und den Umgang mit den Geräten weitgehend beherrschen. Allerdings weiß Ifenthaler noch nicht, ob der iPad im Klassenzimmer auch einen pädagogischen Mehrwert bietet. Dazu fehlen bislang geeignete didaktische Modelle.




