bdw: Ersetzt der Digitaldruck bei MediaBild Imaging inzwischen schon den konventionellen Fotoabzug?
HENKE: In den kleineren Formaten bis DIN A4 werden bereits über 80 Prozent der Fotos durch unser Digi-Lab abgewickelt.
bdw: Wie funktioniert ein Digi-Lab?
HENKE: Das Digi-Lab ist fast schrankgroß und kann digitale Medien wie eine CD-ROM genau wie herkömmliche Filme verarbeiten – wir nennen es integriertes System. Die Ausgabe erfolgt auf konventionellem Fotopapier. Egal, ob konventionell oder digital, die Preise für „Prints” vom Film oder von digitalen Daten sind gleich. Das Digi-Lab verbindet die Vorteile des konventionellen Abzugs mit dem digitalen Prozeß. Die Kosten pro Bild sind geringer und die Ausgabe erfolgt schneller.
bdw: Sehen Sie noch Qualitätsunterschiede zwischen Fotos via Heimdruck und einem digitalen Print?
HENKE: Wir beliefern ausschließlich Kunden aus dem professionellen Bereich. Zwei Unterschiede fallen auf: Zum einen ist der darstellbare Kontrastumfang bei Fotopapier größer, zum anderen sind die Farbverläufe gleichmäßiger. Allerdings verschwimmen diese Unterschiede zusehends. Der normale Verbraucher wird sie kaum wahrnehmen.
bdw: Sehen Sie eine Zukunft für Digi-Labs auch im Einzelhandel?
HENKE: Ja, denn die Vorteile von Digi-Labs gegen-über dem Heimdrucker liegen auf der Hand: Qualität, Geschwindigkeit, Haltbarkeit und der Preis. Ein Heim-PC ist trotz seiner weiten Verbreitung noch eine komplexe Maschine, und für viele Menschen ist es schlicht einfacher, zum nächsten Fotohändler zu gehen und die Bilder dort fix „printen” zu lassen.
Andreas Schmitz / Torsten Henke




