Internet-Kritiker befürchten durch die zunehmende Verbreitung des weltumspannenden Datennetzes eine wachsende Vereinsamung des Einzelnen, da sich immer mehr Menschen in die Virtualität vor dem Bildschirm flüchteten. Dem widerspricht eine Befragung von 250 Experten aus Wissenschaft, Wirt-schaft und Gesellschaft durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe. Danach wird bis 2020 keine nennenswerte Virtualisierung des Freizeitverhaltens stattfinden. Die Fachleute halten es für unwahrscheinlich, dass viele Menschen zum Beispiel Museen nur noch im Internet besuchen. Genauso wenig werde das „ Chatten” in Internet-Foren echte zwischenmenschliche Kontakte verdrängen. Allerdings sagen die Experten voraus, dass das Internet den Arbeitsalltag weitgehend durchdringen wird. Dies habe zur Folge, dass für immer mehr einfache Arbeiten gute Computerkenntnisse nötig sind. Wer diese nicht habe, werde unweigerlich aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt.





