Die Rolle des Lehrers im inklusiven Unterricht ist eine ganz andere als in der alten Regelschule. Gefragt sind neben Wissensvermittlung laut der Hochschulrektorenkonferenz künftig folgende Eigenschaften: „Angehenden Lehrkräften sollen diagnostische Kompetenzen vermittelt werden, die sie zu einer wirkungsvollen Zusammenarbeit mit Inklusions-, Sonder- und Sozialpädagogen an den Schulen und im schulischen Gesamtumfeld, beispielsweise in Kommunen, befähigen.” Und wie könnte das gelingen? Darüber gibt es in Deutschland ebenso wenig Einigkeit wie über ein einheitliches Leitprinzip inklusiver Bildung. Weil Bildung Ländersache ist, kann jedes Bundesland selbst über seine Lehrerausbildung entscheiden. Berlin hat sich zum Beispiel Anfang des Jahres gegen ein eigenständiges Lehramtsstudium Sonderpädagogik für Grundschule, Gymnasium, Integrierte Sekundarschule und Berufsschule entschieden und räumt künftigen Lehrern die Möglichkeit ein, Sonderpädagogik als zweites Fach zu wählen. Und in Baden-Württemberg hat der Ministerrat Ende 2013 beschlossen, die bestehenden Lehramtsstudiengänge mit ihren spezifischen Profilen zu erhalten.





