Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, erhält den diesjährigen Shaw-Preis für Astronomie. Die Auszeichnung ist mit einer Million Dollar dotiert. Die Jury würdigt damit die Arbeiten des 56-Jährigen zum Nachweis des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße, das die Masse mehrerer Millionen Sonnen besitzt. Genzel hatte mit seinem Team 2002 einen Stern beobachtet, der das Schwerkraftzentrum unserer Galaxis in nur 15 Jahren umkreist. Dabei nähert er sich ihm auf bis zu 17 Lichtstunden und erreicht eine Geschwindigkeit von nahezu 30 Millionen Kilometern in der Stunde. Diese Beobachtung schloss andere Erklärungen als ein Schwarzes Loch in der Mitte der Milchstraße aus und bewies dessen Existenz. Inzwischen ist bekannt, dass sich im Zentrum fast jeder massereichen Galaxis ein gewaltiges Schwarzes Loch befindet.




