Phileas Fogg hatte mit den Mitgliedern des Reformclubs um 20 000 Pfund gewettet, dass er in nur 80 Tagen einmal rund um der Erde reisen könnte. Am 2. Oktober 1872 um 20.45 Uhr verließ er London, überquerte den Kanal und stieg in Calais in den Zug nach Marseille. Doch mitten in Frankreich, in einem kleinen Ort namens Villeneuve, wurde seine Reise unterbrochen. „Alles aussteigen! Die Fahrt endet hier!”, rief der Schaffner. „Was ist passiert?”, fragte Fogg den Mann. „Es hat einen Erdrutsch gegeben und die Gleise sind verschüttet. Die Arbeiter brauchen mindestens anderthalb Tage, um die Strecke wieder frei zu schaufeln.” „So lange kann ich nicht warten”, protestierte Fogg und rief nach seinem Diener Passepartout. „Fragen Sie im Ort nach, wie wir am schnellsten nach Marseille gelangen können.” 20 Minuten später war Passepartout zurück. „Sie können eine Kutsche mieten, aber die Straßen sind schlecht, und wir kommen mit Sicherheit nicht rechtzeitig in Marseille an, um das Paketschiff nach Alexandria zu erreichen.” Foggs Gesicht verdüsterte sich. „Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit”, fuhr Passepartout fort. „Es steht ein Heißluftballon zum Verkauf, und es weht ein kräftiger Nordwind. Wir könnten es damit rechtzeitig schaffen.” „Worauf warten wir noch?”, fragte Fogg und ging in den Ort. Ein halbe Stunde später war der Ballon gekauft, und die beiden Weltreisenden starteten. Fogg blickte auf seine Uhr. „Wenn der Wind so anhält, sind wir 2 Stunden und 20 Minuten vor dem Ablegen des Paketschiffs am Mittelmeer.” Doch Fogg und sein Diener hatten erneut Pech. Sie waren gerade eine Stunde lang unterwegs, als der Wind abflaute und nur noch mit einem Drittel seiner ursprünglichen Geschwindigkeit wehte. Glücklicherweise hatte er seine Richtung nicht geändert. Fogg studierte die Landkarte. „Ich fürchte, wir werden uns eine andere Reisemöglichkeit nach Alexandria suchen müssen, denn wir werden Marseille erst eine Stunde nach dem Ablegen des Schiffs erreichen. Hätte der Wind nur etwas länger mit seiner ursprünglichen Stärke geweht, sodass er uns noch 30 Kilometer weiter getragen hätte, bevor er schwächer wurde, wären wir auf die Minute genau pünktlich in Marseille angekommen.” Trotz vieler Schwierigkeiten und mancher Abenteuer schafften es Phileas Fogg und sein Diener tatsächlich, die Erde zu umrunden. Nur drei Sekunden, bevor die 80 Tage verstrichen waren, betrat Fogg wieder den Salon des Reformclubs. Passepartout aber dachte an die Ballonfahrt zurück und fragte sich, wie viele Kilometer sie eigentlich von Villeneuve nach Marseille geflogen waren. Wissen Sie es?
Die Lösung des Januar-Preisrätsels
Mit nur vier 200-Euro-Scheinen konnte Siggi weder einen noch mehrere 500- Euro-Scheine wechseln. Erst mit fünf 200-Euro-Scheinen war dies möglich. Einen 100-Euro-Schein konnte er nicht mehr haben, denn dann hätte er mit zusätzlich zweien seiner 200-Euro-Scheine zumindest einen 500-Euro-Schein wechseln können. Aus dem gleichen Grund besaß er auch höchstens einen 50-Euro-Schein und vier 20-Euro-Scheine. Ein 10-Euro-Schein war nicht in seiner Börse, da dieser zusammen mit dem 50- und zwei 20-Euro-Scheinen 100 Euro ergibt. Man kann sich auch leicht überlegen, dass Siggi höchstens einen 5-Euro-Schein, vier 2-Euro-Münzen, ein 50-Cent-Stück, vier 20-Cent-Stücke, ein 5-Cent-Stück, vier 2-Cent-Stücke und keine 1-Euro-, 10-Cent- und 1-Cent-Stücke besitzen konnte. Insgesamt hatte er also höchstens 944,43 Euro in seiner Geldbörse.
Die Gewinner
Das Los hat entschieden: Fabian Guth, Böblingen, und Harald Schäfer, Bad König, erhalten den Hauptgewinn, ein Fernglas. Eine DVD bekommen: Hermann Enzlmüller, Leonding/Österreich; Beatrice Flick, Klosterhäseler; Dietrich Goldenbaum, Mainz; Urte Jacobs, Elmshorn; Olaf Lahayne, Eschede. Wir gratulieren allen Gewinnern!
So machen Sie diesen Monat mit
Teilnehmen kann jeder, außer den Mitarbeitern des Verlags und deren Angehörigen. Schicken Sie bitte Ihre Lösung (ausschließlich!) auf einer Postkarte bis zum 30. April 2007 an:
bild der wissenschaft, Kennwort „Cogito 04|07″
Ernst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen
Die Lösung und die Namen der Gewinner werden im Juli-Heft 2007 veröffentlicht.
Zu gewinnen
Unter den Einsendern der richtigen Lösung werden ein Hauptgewinn und fünf Bücher ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Hauptgewinn sind zwei Taschenferngläser „Victory Compact” von Carl Zeiss für den besseren Durchblick (www.zeiss.de). Als Bücher verlosen wir „Wie dick muss ich werden, um kugelsicher zu sein?” (www.fischerverlag.de). Mick O’H are hat Antworten auf 101 amüsante Fragen zusammengestellt – zum Beispiel nach der Zahl der Mikroorganismen, die auf einem Menschen leben, oder nach der in einer Wolke enthaltenen Wassermenge. Und wissen Sie eigentlich, wie lange man nur von Bier leben kann?
Sind Sie noch im Bild der Wissenschaft? – Die richtigen Antworten
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