Die Immobilienkrise in den USA
Die Blase platzt
Nun aber kauften immer mehr Menschen zu teure Häuser und konnten nach einer gewissen Zeit den Hauskredit nicht mehr bedienen. Die Häuser gingen somit in den Besitz der Banken über, die jedoch keine solventen Käufer dafür finden konnten, was den Wert der Häuser massiv nach unten drückte. An dieser Stelle platzt die Blase und an ihre Stelle tritt ein luftleerer Raum: die Differenz zwischen dem gezahlten und dem eigentlichen Wert des Hauses.
Kredite als Wertanlage – ein „faules“ Geschäft
Die Banken hatten nun ein Problem, denn sie bekamen ihr geliehenes Geld nicht zurück und konnten auch die Sicherheiten nicht monetisieren. Ihre Lösung war, die Kredite der Kunden zu Wertpapieren zusammenzufassen und diese als Geldanlage an andere Banken und Anleger zu verkaufen. Dabei handelt es sich augenscheinlich um faule Kredite, doch verschiedene Ratingagenturen bescheinigten den Papieren dennoch ein geringes Risiko. Dadurch, dass die Wertpapiere in die ganze Welt gelangten, wirkte sich die amerikanische Krise weit über die Grenzen des Landes aus.
Die Pleite von Lehman Brothers
Ihren Höhepunkt erreicht die Krise, als Lehman Brothers am 15. September 2008 Insolvenz anmeldet. Die Bank wird vom amerikanischen Staat nicht gerettet, wie es in Deutschland später gemacht wurde. In der Folge wackelt das Finanzsystem der ganzen Welt, zwischen den Banken und den Kunden herrscht Misstrauen. Mit Mühe und Not wurden die Wogen wieder geglättet, doch viele Menschen in den USA haben immer noch mit den Folgen zu kämpfen.
Niedrigzinsen sind längst wieder ein Thema
Es sind gerade einmal zehn Jahre vergangen, als sich die Zinsen in Europa auf einem historisch niedrigen Niveau einpendelten, wo sie seitdem verharren. Die Menschen sollen weniger sparen, sondern mehr Geld ausgeben und damit die Wirtschaft ankurbeln, so der Plan der EZB. Dieser geht auf, denn die niedrigen Zinsen machen es für viele Menschen möglich, sich ein eigenes Haus oder eine Wohnung zu leisten. Der Hauskauf ist regelrecht in Mode gekommen und selbst Personen ohne Eigenkapital bekommen immer öfter einen Kredit.
Die Preise steigen
In der Folge und als das Ergebnis von Angebot und Nachfrage steigen die Preise für Immobilien rasant an. Das wiederum heizt die Nachfrage weiter an, denn angesichts der niedrigen Sparzinsen scheinen Immobilien eine kluge Anlage zu sein. Nicht nur Selbstnutzer, auch Anleger tummeln sich auf den Märkten. Und es wird gerade in den Großstädten immer schwieriger, eine bezahlbare Immobilie zu finden, selbst wenn man einen professionellen Makler wie die City Immobilienmakler GmbH in Hamburg engagiert. Diese Entwicklung lässt manche Experten befürchten, dass auch in Deutschland eine Immobilienblase entstanden ist, die platzen könnte.





