Für die deutsche Ausgabe hat er die Originalfassung überarbeitet. Nun ähnelt sein Buch einer Hand voll Kon fetti: bunt, unzusammenhängend und leicht. Er beschreibt vielfältige Formen der Kreativität – von Surfbewegungen über Songtexte bis hin zur Erfindung von ablösbarem Klebeband. Berichte über die Arbeitsweise von Unternehmen wie 3M mischt er mit Studien zur kreativitätsfördernden Wirkung von zufälligen Begegnungen oder farbigen Hintergründen.
Zudem fehlt dem Kreativitätskonfetti das intellektuelle Gewicht: Lehrer vermengt banale Thesen wie die, dass wir uns für Kreativität auch anstrengen müssen, mit Ratgeber-Slogans wie „Erfolg ist kein Zufall”. Wenn Studien seine Ansichten stützen, hinterfragt er sie nicht, erwähnt keine gegensätzlichen Befunde und interpretiert weit über die Daten hinaus. Auch neurowissenschaftliche Erkenntnisse vereinfacht er zu stark: So müssen wir angeblich nur unserer rechten Hirnhälfte zuhören, um kreativ zu sein. Mehr Genauigkeit statt Einfallsreichtum hätte dem Buch gut getan.
Hanna Drimalla





