Heiß diskutiert wird derzeit die Frage, ob sich durch Einsatz von Elektrofahrzeugen schon heute der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) verringern lässt. Immerhin stammt der Strom in Deutschland noch immer zu fast 50 Prozent aus Kohlekraftwerken und nicht aus Windkraft oder Photovoltaik. „Ja”, sagt eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin: Zumindest im Stadtverkehr sind Autos mit Elektroantrieb schon jetzt klimafreundlicher – und zwar in allen Fahrzeugklassen (Grafik oben). Forscher um den Spezialisten für Energiesysteme Georg Erdmann gehen davon aus, dass Elektroantriebe zunächst bei Kleinst- und Kleinwagen (Mikro- und Kompaktklasse) zum Einsatz kommen, die sich heute relativ ineffizient mit Benzinmotor durch den Stadtverkehr quälen. Erst auf Langstrecken läuft der Benziner einigermaßen wirtschaftlich. Ganz anders der Elektromotor: Er ist im Stop-and-Go und beim häufigen Beschleunigen sehr viel effizienter – vor allem, wenn er außerdem die Bremsenergie zurückgewinnt. Selbst wenn man Elektroautos mit Strom aus dem derzeitigen Kraftwerk-Mix betankte, würden sie die CO2-Emissionen kompakter Benziner schon heute fast halbieren. Auch ein Hybridantrieb reduziert den CO2-Ausstoß.




