Im Innern der Erde geht es turbulent zu. Wie in einem Kochtopf gibt es Bereiche, in denen heiße Materie nach oben steigt und andere, in denen kalte Materie nach unten sinkt. Diese Wärmekonvektion im Erdinnern ist die Antriebskraft für die Bewegung der tektonischen Platten auf der Erdoberfläche. Derzeit wird der Atlantik durch Magma, das am Mittelatlantischen Rücken aufsteigt, vergrößert. Unter Island liegt außerdem ein sogenannter Plume, in dem heiße Materie großräumig nach oben quillt. Zurzeit entfernen sich Europa und Amerika um etwa zwei Zentimeter pro Jahr voneinander. Gleichzeitig schrumpft der Pazifik. Die Pazifische Platte taucht um acht bis elf Zentimeter pro Jahr unter den asiatischen Kontinent ab. Gleichzeitig schiebt sich die Indo-Australische Platte (in der Grafik nicht sichtbar) unter Asien ins Erdinnere (graugrüne Gebilde). Unter Asien haben Wissenschaftler an der Grenze zwischen Erdmantel und Erdkern Strukturen ausfindig gemacht, die sie als „Plattengräber” deuten. Neuen Theorien zufolge verwandeln sich solche Plattengräber während vieler Millionen Jahre in „Superplumes”. Das sind Tausende von Kilometern große Regionen, in denen heiße Materie aus großer Erdtiefe aufsteigt. Sie sollen an der Grenze von Erdkern und Erdmantel wurzeln. Von ihnen gibt es zurzeit laut seismischen Untersuchungen zwei: den Pazifischen und den Afrikanischen Superplume.




