Wer das Internet nach den Ursachen von Beschwerden befragt, bekommt einen übertriebenen Eindruck vom Ernst der Lage. Wissenschaftler von Microsoft haben die Web-Suche von 515 Menschen ausgewertet, die sich an „Dr. Google” gewandt hatten. Zahl und Reihenfolge der Treffer lassen dabei oft das Schlimmste befürchten. Beispielsweise taucht bei der Eingabe von „ Kopfschmerzen” auf jeder vierten angezeigten Website als Auslöser „Gehirntumor” auf. Aber nur bei 0,3 Prozent der Betroffenen ist das auch die Ursache. Eher harmlose Gründe wie Koffein-Entzug und Verspannungen sind im Netz dagegen unterrepräsentiert. Fazit der Forscher: Das Internet kann Ängste drastisch verstärken. Aus Hypochondern werden so rasch „Cyberchonder”.





