Im Fledermaus-Experiment schaute eine Beobachter-Fledermaus einem Artgenossen beim Anflug auf eines von zwei Zielen zu. Nach etwas Wartezeit sollte sie den gleichen Anflug-Weg wählen, um eine Belohnung zu erhalten. Während die Fledertiere dieser Aufgabe nachgingen, zeichneten die Forscher um David Omer die Aktivität von über 350 Neuronen im Hippocampus auf. In einem zweiten Experiment zeigte kein Artgenosse, sondern ein lebloses, bewegtes Objekt der Beobachter-Fledermaus den richtigen Weg. Durch einen Vergleich der neuronalen Aktivität in beiden Versuchen identifizierte Omers Team eine Gruppe von Zellen, die speziell auf Artgenossen reagierte.
Der japanische Versuchsaufbau setzte darauf, dass sich eine Ratte im Labyrinth für einen Weg entscheiden musste: Bei einer Variante wurde sie darauf trainiert, zur der Seite zu laufen, wo sich bereits eine andere Ratte aufhielt, um eine Belohnung zu erhalten. In einer zweiten Variante sollte sie sich für die entgegengesetzte Seite entscheiden. Mithilfe ihrer Ergebnisse konnten die Wissenschaftler um Teruko Danjo die Neuronen bestimmen, die durch ihre Aktivität die genaue Position eines Artgenossen verschlüsselten.
Foto: Brock Fenton





