Ein Flirt zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig attraktiv finden, beginnt fast immer mit einem tiefen Blick in die Augen. Britische Wissenschaftler wollten jetzt wissen, was es mit diesem ersten Augenkontakt auf sich hat. Der Hirnforscher Knut Kampe und seine Kollegen vom University College in London fanden heraus: Der Blickkontakt mit einem attraktiven Menschen, den man zum ersten Mal sieht, erzeugt im Gehirn die Erwartung von Glücksgefühlen. Kampe zeigte in seiner Studie Versuchspersonen Fotos von Gesichtern, deren Blick einmal auf den Beobachter gerichtet war, ein andermal nicht. Gleichzeitig überwachten die Forscher das Hirn der Probanden mit einem bildgebenden Verfahren. Das Ergebnis: Wenn die Testpersonen ein Gesicht anschauten, das ihnen gefiel, wurde in ihrem Großhirn der untere Streifenkörper aktiv. Dieser wird immer dann angeregt, wenn das Gehirn angenehme Gefühle erwartet. Sah dasselbe Gesicht auf dem Bild aber zur Seite, reduzierte sich die Aktivität des unteren Streifenkörpers.
Hans Groth




