Vor allem ältere Menschen legen in Zeiten schlechter wirtschaftlicher Lage offenbar immer mehr Wert auf Bildung. Dies belegen die aktuellen Zahlen der gemeldeten Gasthörer an den Hochschulen in Deutschland, die jetzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden.
Während es im Wintersemester 1997/1998 noch rund 33 700 waren, stieg ihre Zahl in den letzten Jahren bis zum Wintersemester 2003/2004 kontinuierlich auf 44 800 an – das entspricht einer Zunahme von beinahe 33 Prozent. Im vergangenen Jahr verzeichneten die 366 deutschen Hochschulen mit knapp 10 Prozent den größten Zuwachs.
Die am meisten belegten Fächergruppen waren Sprach- und Kulturwissenschaften. Dies war auch in den vergangenen Jahren der Fall. Dann folgten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Weniger beliebt waren die eher abstrakten Fächer wie Mathematik und Naturwissenschaften. Das Durchschnittsalter der Gasthörer lag bei 48,5 Jahren, beinahe die Hälfte davon waren Frauen.
Wer Gasthörer ist, kann auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen an Fachhochschulen und Universitäten besuchen. Ein Gaststudium ermöglicht sowohl eine berufsbegleitende als auch eine auf die persönlichen Interessen abgestimmte wissenschaftliche Weiterbildung. Mehr Gasthörer an deutschen Unis





