Das Trend-Barometer der Wissenschaft
Hoffnung durch HOPE
Landminen können schon bald schneller, leichter und sicherer aufgespürt werden. Zu verdanken ist das dem so genannten Handheld Operational Demining System (HOPE), das maßgeblich von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA entwickelt wurde. Schätzungsweise 110 Millionen „Anti-Personen-Minen” sind noch in über 60 Staaten weltweit vergraben. Jährlich sterben 26 000 Menschen, weil sie aus Versehen auf die gefährlichen Überbleibsel vergangener Kriege treten.
Das Aufspüren der Minen war bisher sehr schwierig. Der Einsatz von Metalldetektoren oder Spürhunden brachte oft keinen Erfolg, da viele Sprengkörper aus Plastik hergestellt oder sehr klein sind. Das Minensuchgerät HOPE kombiniert deshalb drei verschiedene Arten von Detektoren: einen Radar, dessen Strahlen den Boden durchdringen und so Kunststoff-Minen erkennen, einen Mikrowellen-Radiometer und einen klassischen Metalldetektor. Die Ergebnisse der drei Detektoren werden von einer Software analysiert und verglichen. So kann das System den Typ der Mine genau bestimmen und gleichzeitig Fehlalarm durch harmlose Metallgegenstände in der Erde vermeiden. Der neue Detektor wird in der Anschaffung relativ preisgünstig sein, da sich die Staaten der Dritten Welt, wo es die meisten Minen gibt, keine teuren Suchgeräte leisten können.
Hans Groth




