Das Programm aus dem Autoradio ist langweilig, der Klang der Songs von Kassette schlecht? Wie wäre es damit, während der Autofahrt der Musik von einem MP3-Player zu lauschen – und das ohne die Radio-Kassetten-Kombination gegen eine MP3-Anlage austauschen zu müssen? Mit dem Dance III von Microboss ist das kein Problem. Er sieht einer Audiokassette nicht nur verblüffend ähnlich, sondern lässt sich auch wie eine solche ohne Adapter in das Kassettenfach einlegen und abspielen. Bedient wird der digitale Musikspieler über die Tasten des Kassettendecks. Der Dance III sorgt nicht nur beim Autofahren für Unterhaltung. Man kann ihn auch beim Joggen oder Wandern, beim Einkaufsbummel oder während der Mittagspause im Büro zur Ablenkung nutzen. Mit Ohrhörer lässt er sich wie ein gewöhnlicher MP3-Player verwenden. Ein eingebautes Mikrofon verwandelt ihn bei Bedarf in ein Diktiergerät. Beim Testen des Dance III fiel allerdings zuerst die unübersichtliche Bedienungsanleitung auf. Eine Abbildung des Geräts mit Kennzeichnung und Beschreibung der Bedienelemente hätte dem Handbuch gut getan. Brauchbar ist dagegen der Speicher: Mit 64 Megabyte bietet er Platz für etwa eine Stunde Musik. Mit einer Multimedia- Karte kann man die Speicherkapazität um zusätzliche 64 Megabyte erweitern. Ungewohnt einfach ist das Aufnehmen von MP3-Files mit dem Dance III: Er verwandelt Audiodateien ohne Umweg über einen PC direkt ins MP3-Format. Dazu braucht man ihn nur über ein mitgeliefertes Kabel an das Radio, den CD-Spieler oder das TV-Gerät anschließen. Auch beim Abspielen der Songs zeigt der Player von Microboss Stärke: Neben MP3-Dateien kann er Musikstücke im WMA- und AAC-Format lesen. Minuspunkte gibt es für die Tonqualität des Dance III: Die Aufnahmen klingen verrauscht und dumpf. Besonders störend: Das Mikrofon bleibt während des Überspielens eines Musikstücks aktiv und zeichnet jede Menge unerwünschter Nebengeräusche mit auf. Das Resultat sind zum Beispiel Hip-Hop-Beats mit klappernden Tassen im Hintergrund, oder ein Beatles-Song, untermalt vom Dröhnen des Staubsaugers – nicht gerade ein Ohrenschmaus.
Sandra Murr





