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Himmlische Möwe

Mit einem neuen Foto des Gasnebels IC 2177 haben Astronomen an der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile eine besonders schöne Gegend in der Milchstraße ins Visier genommen. Der Nebel, auch als Möwen-Nebel bekannt, wurde von dem Ingenieur und Hobbyastronom Isaac Roberts bereits Ende des 19. Jahrhunderts an der Grenze der Sternbilder Einhorn und Großer Hund am Südhimmel entdeckt. Doch erst mit modernster Technik lassen sich die feinen Details der ausgedehnten Wolken aus ionisiertem Wasserstoff auflösen, die rot zu glühen scheinen. Solche HII- Regionen, in denen viele Sterne entstehen, sind in den Spiralarmen der Spiralgalaxien weit verbreitet. Mit dem MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop wurde nun eine Substruktur des Nebels genauer ins Visier genommen. Sie heißt Sharpless 2–296, weil sie von dem amerikanischen Astronomen Stewart Sharpless katalogisiert wurde. In diesem Teil des Möwen-Nebels wird die HII-Region teilweise von dichten dunklen Staubwolken im Vordergrund verdeckt.

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