Wissenschaftler aus Potsdam und Cambridge haben erstmals die Entstehung Hawaiis geophysikalisch belegen können. Hawaii ist der größte Vulkan der Erde: 7000 Meter liegen unter, 4000 Meter über dem Wasser. Geoforscher vermuten schon lange, daß dieser Vulkan aus heißen Magmablasen gespeist wird, die aus 2900 Kilometern Tiefe vom Erdmantel aufsteigen und sich wie ein Schneidbrenner durch die kalte Erdkruste bohren, die dabei zur Seite wandert. Diese „Plume-Theorie” wird seit langem durch geochemische Untersuchungen gestützt, einen direkten Beweis gab es bisher aber nicht. Eine Gruppe von Seismologen am Geoforschungszentrum Potsdam hat jetzt ein Verfahren angewandt, das sich auf die Analyse von Erdbebenwellen stützt. In den Daten zeichnet sich durch Laufzeit-Differenzen klar die Spur des Schneidbrenners ab.
Rüdiger Vaas




