Um herauszufinden, wie die durchschnittliche Gefühlslage einerseits von der finanziellen Situation und andererseits von der Bedeutung der Religion im Alltag abhängt, haben Soziologen 2007 und 2008 zahlreiche Menschen in 143 Ländern befragt. Ergebnis: In armen Ländern (mittleres jährliches Einkommen unter 2000 Dollar) spielt die Religion nicht nur eine „sehr wichtige” Rolle (92 Prozent der Bevölkerung), sondern korreliert auch mit einer besseren emotionalen Situation (links). In reichen Ländern (über 25 000 Dollar) ist Religion dagegen nur für 44 Prozent der Einwohner „sehr wichtig”, und diese sind auch nicht glücklicher als der Durchschnitt, sondern tendenziell sogar depressiver. Die Interpretation der Forscher: Menschen sind vor allem dann religiös, wenn es ihnen schlecht geht oder sie sich besser fühlen wollen als andere.





