Ein Ingenieur muss auch ein Künstler sein, meint Harald Haas. Denn ohne kreatives Denken über Schranken hinaus gebe es keine Innovation. Bei dem 44-jährigen Nachrichtentechniker, der im fränkischen Neustadt an der Aisch geboren wurde, paart sich Kreativität mit einem Gefühl für künftige technische Entwicklungen. Er sah früh voraus, dass es ohne neue Technologien für drahtlose Breitband-Kommunikation im Funknetz bald eng werden würde – so kam es auch. Seine „spinnerte Idee”: statt Radiowellen weißes Licht aus LEDs für die mobile Kommunikation zu verwenden. Diese Idee verfolgte er konsequent – zunächst an der Bremer Jacobs University und seit 2007 an der University of Edinburgh. Stereotype Unterscheidungen wie die in Grundlagen- und angewandte Forschung mag Haas nicht: Für ihn gehören Forschung und Kommerzialisierung der Ergebnisse zusammen. Als seine Ideen reif für die Vermarktung wurden, gründete er daher eine Firma. Auf seine unternehmerische Tätigkeit ist Haas genauso stolz wie auf seine Erfolge als Forscher.




